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Der Keuschhof (Spiegelhof)

 

1377 - 1379


Im Jahre 1377 ward das Brauweiler Lehen, der Spiegelhof, so hieß der Keuschhof damals, mit 400 Morgen Acker für 450 Goldgulden von dem Kölner Bürger Mathias von Spiegel von Irgang an den Johanniter-Ritter von Braunsberg, den 11. Prior der Johanniter, verkauft. Von Braunsberg löste auch die Lehenpflicht ab und schenkte das Hofgut als freies Eigentum seinem Ordenshause zu Köln. Dabei ward die Auflage gemacht, dass dasselbe von nun an ein achtes Ordensmitglied aufnehme.

1391 ward der Vertrag durch Papst Bonifaz IX (1389-1404) bestätigt. Mathias von Spiegel verkaufte 1379 den Ordensbrüdern auch sein Erbe Irgang für 1200 Gulden. Durch Erwerb eines Erbes Rathspütz wurde es möglich, dem Klostergut und den Gebäuden eine größere Ausdehnung zu geben.

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1900


Der heute von Wilhelm Pirig bewirtschaftete Keuschhof ist im Eigentume der Erbengemeinschaft Felten. Das Herrenhaus der Feltens an der Moltkestraße ist jetzt der Besitz der Familie Röllgen. Feltens Familiengruft am Ausgang der Moltkestraße (an der Eisenbahnunterführung) wurde im zweiten Weltkrieg schwer beschädigt. Im alten Herrenhause wohnte die Hebamme Frau Agnes Röllgen, eine energische und hilfsbereite Frau. Die „Storchentante“ von Lövenich und Umgebung hat vielen Eltern „die Kinder gebracht“. Frau Röllgen, die aus Dansweiler stammte, wurde 1877 geboren und starb 1955; Geburts – und Sterbetag: 24. April. Nach Angabe der Familie hat Frau Röllgen in etwa 5000-6000 Fällen Geburtshilfe geleistet.

(entnommen „Die Gemeinde Lövenich“- Im Spiegel der Geschichte, Hans Clemens, 1975)

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Bibliografische Information Der Deutschen Bibliothek
erschienen im www.bachem-verlag.de
S. 154 – 156 Objektliste Lövenich

Braugasse 12 (1855: Nr. 37; Nr.60) Denkmal Keu(s)chhof (Spiegelhof) um 1860
Bauherr: vermutlich Gottfried Felten

Die geschlossene Hofanlage ersetzte im 19. Jahrhundert den alten Vorgängerbau. Das Herrenhaus ist ein zweigeschossiger, achtachsiger Backsteinbau mit Walmdach und einem mittigen Dreiecksgiebel. Die backsteinsichtigen Wirtschafts- und Stallgebäude wurden zu einem Vierkantgehöft gestellt und hatten Tordurchfahrten zur Braugasse und Nettengasse.

Der Pächter Bernhard Pierig setzte 1931 in den damaligen Winkel von Nettengasse und Severinusstraße eine Wohnbaracke für Landarbeiter, die 1938 um einen Stall erweitert wurden (Unternehmer: Gottfried Nolden). Gleichzeitig ließ er an der Rückseite des Gehöfts eine Kohlscheune von den Siegener Eisenwerken errichten. Die Eisenkonstruktion auf Betonfundamenten in den Maßen 60 x 25m erhielt zwei markante Tonnendächer, die Kohlscheune kostete 30 000 RM. Der Stall galt 1965 als einstürzgefährdet, die Gebäude wurden in den 1970er Jahren abgebrochen.

Heutiger Zustand: Das Gehöft war Anfang 1979 durch Abbruch gefährdet. Alle Gebäude wurden unter weitgehender Wahrung des Bestands zu Wohnnutzung umgebaut, die Grundrisse blieben erhalten, Neubauten wurden nicht hinzugefügt. Dachausbauten mit Gauben. Das Herrenhaus wurde 1983 unter Beibehaltung von Stuckdecke und Kamin restauriert, einschließlich der Holztreppe mit Geländer, der klassizistischen Pfeilerkapitelle und einem Einbauschrank. Die Fenster wurden in Holz erneuert, die Haustür instand gesetzt. Der Ausbau der Scheune (Restaurant) und Ställe war 1987 beendet. Erst in den letzten Jahrzehnten hat sich die Schreibweise Keuchhof durchgesetzt.

Zur Geschichte des Keu(s)chhofs

Der erste namentliche Besitzer des Gutshofs in der Braugasse gegenüber dem Pfarrhaus war Mathias vom Spiegel von Irrgang, dem auch der Stüttgenhof an der Dürener Straße gehörte, wo er vermutlich geboren war. Seine Eltern waren Johann von Spiegel und Imagina Jude. Sie entstammten wohlhabenden Kölner Patrizierfamilien und hatten ihm den Hof, wie auch den Stüttgenhof, vererbt. Schon seine Vorfahren hatten den Spiegelhof als Lehen des Klosters Brauweiler. Laut einer Urkunde des Jahres 1377, in jenem Jahr ist Mathias von Spiegel als Greve des Hohen Gerichts in Köln bezeugt, verkaufte er seinen Hof mit 400 Morgen Ackerland an den Komtur des Kölner Ordenshauses der Johanniterkommende, Conrad von Braunsberg, der gleichzeitig Großprior der Johanniter von Deutschland war. Der Verkaufspreis betrug 4500 Goldgulden. Von Braunsberg löste die Lehenspflicht ab und schenkte ihn 1382 als freies Eigentum seinem Ordenshaus in Köln.

Aus dem Jahr 1650 ist der Pfachtbrieff über den Spiegels Hoff zu Lövenich für Cörstgen (Christian) Häuser und Erwine Schmitz erhalten. Die Tochter des damaligen Spiegelhalften, Gertrud Häuser, heiratete 1693 den Pächter eines Junkersdorfer Guts, Lammert Berntgen, dessen Hof bis zuletzt seinen Namen trug (Lammetzhof).

Aus dem erhaltenen Grabkreuz des 1741 im Alter von 54 Jahren verstorbenen achtbare petrus baur (Peter Bauer) zeitlebens gewesener scheffen ... und halbwiner auff den spigelshoff wird der Hof noch immer mit seinem ursprünglichen Namen bekannt. 1753 heirateten Caspar Stupp und Catharina Heuser, Tochter der Halfin Wittib Agnes Baur. Stupp wurde 1764 neuer Kirchmeister, ein Jahr später war er Schöffle. Als Catharina Heuser 1760 nur 25-jährig verstarb, wurde auf ihrem Grabkreuz der Name Keuschhof festgehalten. Die Bedeutung des Names ist nicht überliefert.

Der letzte Pächter unter den Franzosen war Franz (Francois) Zilcken, der 1802 für den Hof (ferme) und 348 arpents (Morgen) Land eine Pacht von 1854,15 Livre zahlte. Der Keuschhof wurde am 5.7.1819 mit 105,6ha Land an einen Kaplan Fischer für 120 080 ffr verkauft.

Wenige Jahr später war der Hof im Besitz der Familie Felten. Reiner Felten, Pächter oder bereits Eigentümer des Hofs, war 1824 Mitglied des Kirchenvorstands. Sein Sohn Gottfried Felten verpachtete ihn um die Jahrhundertmitte und wohnte mit seiner Familie in deren Haus an der Moltkestraße. 1855 und 1864 hieß der Pächter Wilhelm Boden. Bis 1926 war Josef Keller Gutspächter, ihm folgte 1927 Andreas Bontenbroich. Der letzte Landwirt auf dem Hof war seit ca. 1931 Bernhard Pierig. Literatur: Kunckel-Mühlenschlegel 1998, S. 222.

Braugasse 14 (Nr. 61)

Das giebelständige Fachwerkhaus und ein kleines traufständiges Stallgebäude an der Straße wurden im 19. Jahrhundert von den Bewirtschaftern des Keuschhofs erbaut. 1927 wohnte hier der Viehwärter Fritz Käfermann.

Heutiger Zustand: Das zuletzt mit Feldbrandsteinen ausgemauerte Haus war 1985 völlig verwahrlost. Um den weiteren Verfall aufzuhalten, wurden der Dachstuhl und die Eindeckung mit Hohlpfannen erneuert. Im Rahmen der Renovierung ab 1989 wurden unter Betreuung des Stadtkonservators die Lehmgefache wiederhergestellt und die Fenster erneuert, und der Innenraum zu einer Nutzung als Café  umgebaut. Gleichzeitig wurde der Stall renoviert und mit Feldbrandsteinen verblendet, heute wird er als Restaurant genutzt.

Literatur: Kunckel- Mühlenschlegel 1998, S.222.

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1960 - 1975


Christian und Helene Baggeler eröffneten auf der Widdersdorferstraße 1 in Köln-Lövenich in den Sechziger Jahren ein Lebensmittelgeschäft. Ihr Sohn Hans-Hubert erlernte 1967 den Beruf zum Einzelhandelskaufmann. Im Dezember des gleichen Jahres lernte er Annelie Frings kennen. Während seiner Bundeswehrzeit erbauten seine Eltern in der gleichen Straße das Mehrfamilienhaus, in dem am 12. Februar 1971 die Gaststätte „Windsor-Stube“ ihre Türen erstmals öffneten. Damals war Hans-Hubert Baggeler mit 21 Jahren der jüngste selbständige Gastronom in Köln. Seine Eltern sorgten für das leibliche Wohl der Gäste. Den Theken- und Servicebereich teilten sich Hans-Hubert und Annelie, die ihren Beruf als Steuerfachgehilfin aufgab und von nun in das Familienunternehmen Baggeler einstieg. Im Dezember 1975 heirateten die Beiden. Seine Vorstellung prominente Sportler seinen Stammkunden näher zu bringen, gelang ihm in einer Kombination von intensiven, fachlichen und gemütlichen Diskussionsrunden. Unvergessen bleiben auch die zahlreichen Bläck-Fööss-Konzerte zu Gunsten sozialer Zwecke und die Karnevalsfeiern.

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1975 – 1982


In den kommenden Jahren war die Windsor Stube für viele auch neu dazu gezogene Familien und Prominente aus Sport und Politik, ein magischer Anziehungsort.

Seiner Vision „ein Hotel zu betreiben“ kam Hans-Hubert Ende der Siebziger Jahre näher, als er den Besichtungstermin im Gut Keuchhof wahrnahm.

Der Bauernhof wurde von der Erbengemeinschaft Felten zum Verkauf angeboten, bewirtschaftet von Wilhelm Pirig. 1980 ging der Gut Keuchhof in den Besitz der Familie Christian, Helene, Hans-Hubert und Anneliese über. Parallel zur Windsor-Stube starteten zunächst die Umbauarbeiten des unter Denkmalschutz stehenden fränkischen Gutshof. Der Umbau begann im Herrenhaus, in dem 22 Hotelzimmer entstehen sollten.

Am 07. Dezember 1982 feierten die Stammgäste und die Familie Baggeler ihren Abschied aus der Windsor-Stube, die von Agis Alfirev als erster Pächter übernommen wurde. Unter neuem Namen, Sion-Stube, wurde das Lokal unter Leitung wechselnden Pächter weiterbetrieben, bis 2002 der Besitz an die Familie NG folgte.

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Kölner-Stadt-Anzeiger – Nr. 80/ KW 2 
Aus Kölner Stadtteilen – Donnerstag, 7. April 1983

Herrenhaus eines der ältesten großen Bauernhöfen in Lövenich zum Hotel umgebaut

Chronik berichtet von den Rittern
von Ulrike Kohl

Alte, große Häuser und Gehöfte, früher Wohn- und Arbeitsplatz vielköpfiger Familien, sind heute oft nur noch zu erhalten, wenn man andere Funktion für sie finden kann: die „alte Schule“ in Widdersdorf zum Beispiel wurde zum Jugendzentrum, eine Lövenicher Jugendstilvilla soll zum „Wohnpark“ werden – der Keuchhof an der Moltkestraße, einer der großen Bauernhöfe Lövenichs, wurde zum Hotel.

Der Keuchhof, in alten Urkunden auch Keuschhof geschrieben, wurde, so eine Chronik, im Jahre 1377 mit 400 Morgen Acker an den Ordensoberen der Johanniter-Ritter verkauft. Über die folgenden Jahrhunderte sagt die Chronik nichts, bis sie wieder für erwähnenswert hält, dass das Herrenhaus an die Familie Röllgen fiel. Die Hebamme Agnes Röllgen, 1877 geboren und 1955 gestorben, wohnte dort, die „Storchentante“ von Lövenich und Umgebung, „eine energische und hilfsbereite Frau“ heißt es weiter, die zwischen 5000 und 6000 Kindern auf die Welt geholfen habe.

Vor drei Jahren übernahm die Familie Baggeler das rund 6000 Quadratmeter große Anwesen, bei dem sich um den Innenhof Herrenhaus, Pferde- und Schweinestall, Scheune und andere Nebengebäude gruppieren. Ihr Plan war, ein Hotel dort einzurichten, das sich von den „genormten Baukästen“ moderner Hotelbauten individuell unterscheide.

Der Landwirt, der seit einem halben Jahrhundert den Hof bewirtschaftet, soll dort auch noch weiter bleiben, so dass zum Teil die ursprüngliche Nutzung des Gehöfts vorerst erhalten bleibt. Bei der Umgestaltung des Herrenhauses hatte aber erst einmal der Stadtkonservator ein Wort mitzureden: die Außenfassade samt der Fensteraufteilung musste erhalten bleiben, ein Stuckornament an der Decke durfte nicht zerstört werden.

Kamin gebaut

Im gleichen Raum mussten Pilaster, „Schein-Säulen“ mit Blattkapitellen, erhalten bleiben – statt zweier Zimmer wurde daraus der Aufenthaltsraum, um die Schmucksäulen eine Art Kamin gebaut. Auch die Fenster im Dach mussten über denen des ersten Geschosses liegen – eine Forderung, die die Zimmereinteilung erschwerte, wobei noch die Schwierigkeit bestand, die Nasszellen der Bäder übereinander anzuordnen.

So sind im Dachgeschoss alle Zimmer verschieden geschnitten, kaum eins hat einen rechteckigen Grundriss. Die starken Balken der Dachkonstruktion laufen noch unter den schrägen Wänden, und im kleinsten der Zimmer steht das Bett unter der Dachschräge: eigentlich kein guter Aufenthalt für Leute, die in kleinen Räumen leicht an Platzangst leiden. „Aber viele wollen gerade hier wohnen“ meint Hotelier Hans-Hubert Baggeler, „gerade der individuelle Zuschnitt spricht die Leute an“.

Bisher sind zwanzig Zimmer ausgebaut, dazu Aufenthalt- und Frühstückszimmer. Wirtschaftsräume, alles in Eigenarbeit. „Es war manchmal schwierig, den Schnitt der Räume den Anforderungen anzupassen“ meinte Baggeler, wechselnde Deckenhöhen brachten weitere Schwierigkeiten.

Nach und nach sollen auch noch in anderen Gebäudeteilen Zimmer und die Privatwohnung der Hoteliers eingerichtet werden, der Hof, auf dem jetzt noch die landwirtschaftlichen Maschinen abgestellt sind, soll ansprechender gestaltet werden. Nur auf den Zustand des völlig verfallenen Fachwerkhäuschen vor der Hofmauer hat Baggeler keinen Einfluss, der „Schandfleck“ gehört nicht zum Besitz.

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1983 – 1990

 

Zwei Generationen sind die Gründer des Unternehmens Baggeler:

Christian und Helene, Sohn Hans-Hubert und seine Frau Annelie gründeten die GBR Baggeler. Gemeinsam bauten sie den unter Denkmalschutz stehenden fränkischen Gutshof von 1980 bis 1993 um, dabei blieben die Grundmauern der Gebäude erhalten.

Am 14. Januar 1983 eröffneten Hans-Hubert und Annelie Baggeler das im Herrenhaus entstandene Hotel mit zwanzig Zimmern. Es folgten in den kommenden Jahren der Ostflügel mit 12 Einzelzimmern und dem sogenannten Fußball-Trakt mit zwei Einzelzimmern, acht Twin-Zimmern, einem Doppelzimmer und einem Aufenthaltsraum. In dieser Zeit des Aufbaus machte Hans-Hubert Baggeler die Hotel-Nachtdienste und organisierte sämtliche Baugenehmigungen für den weiteren Ausbau. Christian Baggeler hielt die Bauaufsicht der anderen Gebäude fest in seiner Hand. Annelie Baggeler versorgte die Gäste mit Frühstück, teilte sich mit ihrem Mann die Zimmerreservierung und übernahm mit Schwiegermutter Helene angefangen von den Reinigungsarbeiten bis hin zum Mangeln der Bettwäsche den Housekeeping-Bereich. Mit der ständig wachsenden Anzahl der Stammgäste, wuchs auch der Mitarbeiterstamm merklich an.

1986 wurde dem Hotel gegenüberliegenden Gebäude das Restaurant „Zur Scheune“ mit Außengastronomie unter der Leitung von Herrn Eugen Roth eröffnet.

In der ersten und zweiten Etage etablierte sich der Fitness-Club von Heide Ecker-Rosendahl.

Ebenfalls auf dieser Etage wurde die IFS-Physiotherapiepraxis von Klaus Breitung, Harald Ernst und Harald Buck geführt, die besonders die Basketballmannschaften betreuten.

Die dritte Etage wurde als Ausstellungsraum für sportmedizinische Geräte der Firma Norsk von Otto Ulshöfer genutzt. Die Software-Firma Nordmann hatte ihr Büro nebenan.

Entstanden in diesen Jahren sind ebenso die fünf Einfamilienhäuser und gegen Ende der achtziger Jahre wurde der Innenhof gepflastert. Kurz vor dem Tod von Christian Baggeler, 1989, entschied sich die Familie zur Erweiterung der Gebäude neben der Hofeinfahrt und bauten mit aufwendigen Schlemmarbeiten das Fachwerkhaus, zu einem Café um.

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Das unter Denkmalschutz stehende GUT KEUCHHOF wurde in mehreren Etappen bisher umgebaut. Das Herrenhaus wurde in den Jahren 1981 und 1982 zum Hotel Garni hergerichtet. 1983 und 1984 wurden Teil der Wirtschaftsgebäude, so der alte Kuhstall und Kornspeicher zu Wohnzwecken umgestaltet. In den Jahren 1984 und 1985 sind die rechts und links neben dem Herrenhaus angegliederten Stallgebäude zur Erweiterung des bestehenden Hotels LANDHAUS GUT KEUCHHOF ausgebaut worden.

Die vielfältigen Ausbau- und Gestaltungsfragen wurden bereits im Vorfeld mit dem Architekten G.G. Goergen und dem Stadtkonservator abgeklärt, da das GUT KEUCHHOF in der Denkmalschutzliste der Stadt Köln verzeichnet ist. Besonders anzumerken ist, dass die hier gewählte Umnutzung einer alten fränkischen Hofanlage – besonders die der Scheune- die erste dieser Art im Raume Köln darstellt.

Im April 1986 wurde mit dem Umbau des alten Scheuentraktes begonnen. Hier bestanden besondere Schwierigkeiten während der Bauphase darin, dass die Außenmauern und weitere ursprüngliche Bausubstanzen soweit als möglich erhalten werden sollten. Hierdurch wurden u.a. erhebliche Unterfangungsmaßnahmen im Bereich der unzureichend gegründeten alten Außenmauern notwendig. Dies wurde des Weiteren durch die verschiedenen Höhenlagen in der alten Tenne, im Gelände und im Biergarten erschwert.

Im Zuge des Baugeschehens mussten Balken, Fachwerke und Binder teilweise aus Stabilitätsgründen im Objekt verbleiben. Teilweise wurden sie jedoch im Zuge der fortschreitenden Arbeiten entfernt. Sichergestellte Balken aus der alten Scheune wurden in Bereichen der Restauration zu konstruktiven und raumgestalterischen Zwecken eingesetzt, um hier dem Gast ein wenig „Scheuencharakter“ zu vermitteln.

Außer der Gastronomie sind im Bauteil der alten Scheune der Fitness-Club Heide Rosendahl und ein Rehabilitationscenter (med. Behandlungen, Bäder etc.) untergebracht.

Wir wollten hoffen, dass diese Umbaumaßen und das gewählte Konzept der neuen Nutzung dieser alten fränkischen Hofanlage für den Gast ansprechend ist und er sich wohl fühlt – und trotz alledem nicht zuviel vom Eigencharakter dieser alten Hofanlage verloren gegangen ist.

Eigentümer der Hofanlage – und somit gesamtverantwortlich für die Umgestaltung und Nutzung des KEUCHHOFS ist die GBR Baggeler & Baggeler.

Im Juni 1987 Ihre Familie Baggeler sen. & jun.

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1990 - 1999


Im nebenstehenden Hauptgebäude entstand das Restaurant „Im Höfchen“. Im vorderen Teil öffnete zunächst ein Kiosk von Horst Faust, später die Galerie von Frank Scheller.

1995 schließlich wurde dieser helle Raum vom „Höfchen“ als Veranstaltungsraum umgebaut und genutzt.

Frau Doris Röhrig-Werker, die ihre Kosmetikbehandlungen bis dahin in den Räumlichkeiten des Fitness-Clubs von Frau Heide Ecker-Rosendahl hatte, erweiterte ihr Angebot in der dritten Etage des Hauses und neben kosmetischen Behandlungen ergänzte jetzt im Sommer 1997 Ayurveda und Thalasso das Kosmetikinstitut.

1997 wechselten auch die Pächter des Restaurant Scheune und des Sportstudios. Beide Etagen wurden aufwendig renoviert und im August ´97 öffnete das Restaurant „Zur Scheune“ unter der Leitung von Annelie Baggeler und das Fitness-Studio „Christians Studio“ geführt von Tochter Sandra Baggeler ihre neuen Türen.

Das beliebte Restaurant „Im Höfchen“ mit Außengastronomie betrieb Hans-Hubert Baggeler bis zu seinem frühen und plötzlichen Herztod 1999.

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2000 - 2004


Es folgten vier Jahre der Veränderung und Umstrukturierung. Schwiegermutter Helene und Annelie Baggeler, ihre Kinder Sandra und Christian entschieden, für das Höfchen einen Nachpächter zu finden und das Fitness-Studio wieder in andere Hände zu geben und so wurde im Oktober 2000 das Restaurant „Im Höfchen“ von Peter Protzel wiedereröffnet.

Im September 2001 übernahmen Falko und Nicole Fuhrmann das Fitness-Studio und integrierten dieses in ihr Konzept des Fuhrmann-Fitness-Unternehmens. 

Im Sommer 2002 ging das Restaurant „Zur Scheune“ in den Besitz der Firma Lütticke & Tschierschnitz (L&T) über. Nach aufwendiger Umbauphase eröffneten die Pächter Spann und Conzen im Oktober 2002 das Brauhaus „Em Keuchhof“. Im Sommer 2004 erfolgte der Pächterwechsel des Brauhauses an die Familie Eugen Roth.

Im April 2003 wurde der ZeitRaum als erster Seminarraum eröffnet. Durch die Renovierung des bisherigen Kosmetik-Institutes folgte im September die Erweiterung des Seminarbereichs durch den KreativRaum. Und schon Mitte Oktober hatte die Akademie für Systemisches Coaching, ascoach - gegründet von Dr. Phil. Klaus D. Biedermann, ihren festen Sitz im Tagungs- und Seminarzentrum Gut Keuchhof sowie die DGCO, Deutsche Gesellschaft für ganzheitliches Coaching. Ende Januar 2004 kam als dritter Seminarraum der VisionsRaum hinzu und so entwickelte sich innerhalb kürzester Zeit das ergänzende Konzept des Hotel Landhaus Gut Keuchhof.

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Hotelgäste

 

 

 

2005


Das Familienunternehmen wird unter der Geschäftsleitung von Mitgründerin Annelie Baggeler geführt. Ihre Tochter Sandra Baggeler betreut den Tagungs- und Seminarbereich und Sohn Christian, der seit September 2004 seine Kochausbildung im Hyatt Köln absolviert, freuen sich ebenso wie die MitarbeiterInnen auf eine weiterhin positive und erfolgreiche Entwicklung des Unternehmens.

Am 08.Mai 2005 eröffneten Can und Elke Baytaroglu das Café Bellini. Das Café wurde neu eingerichtet und das gastronomische Angebot mit hausgebackenem Kuchen, Snacks und Mittagsgerichten verfeinert. Parallel zum Café Bellini betreibt Ehepaar Baytaroglu das Restaurant Olive in Köln-Lövenich.

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2006

Seit dem 6. Januar 2006 heißt das Restaurant "Im Höfchen" nun "Ristorante Olive"!
Can und Elke Baytaroglu bekannt für ihre hervorangende italienische Küche leiten mit viel Liebe ihr Ristorante Olive, welches wieder ein genauso gemütlich und stilvolles Ambiente zum Wohlfühlen hat, wie ihre Stammgäste es gewohnt sind. Familienfeste aller Art werden bis zu 140 Personen ausgerichtet.

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2007

Im Frühjahr 2007 verkauften wir das Hotel Landhaus Gut Keuchhof. Unter der Leitung von Herrn Roth wird seit dem 01.05.2007 das Hotel familiär weitergeführt.

„Wir bedanken uns bei unseren Gästen und Stammgästen für 24 Jahre Treue! Unser Dank gilt vor allem unseren langjährigen und engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern!“ Herzlichst, Ihre Familie Baggeler

Nach aufwendigen Renovierungsarbeiten entsteht auf der ersten Etage des ehemaligen „Scheuengebäudes“ nun das SeminarZentrum Gut Keuchhof, welches am 17. August seine Eröffnung feiert. Die 6 Tagungs- und Seminarräume werden unter der Leitung Sandra Baggeler geführt.

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2008

Am 07.06.2008 wird das SeminarZentrum Gut Keuchhof, zehn Monate nach Eröffnung, beim „13. Grand-Prix der Ausgewählten Tagungshotels zum Wohlfühlen“ in München zur Fünftbesten Tagungsstätte vom Freizeitverlag Landsberg ausgezeichnet. Als Newcomer direkt mit einer hervorragenden Platzierung einzusteigen, ist nach Aussage des Veranstalters erstmalig dem SeminarZentrum gelungen!

Im gleichen Jahr steigt Christian Baggeler in das Familienunternehmen mit ein. Mit 22 Jahren eröffnet er am 17.07.2008 das Café Gut Keuchhof unter seiner Leitung. Das Café wurde kernsaniert und nach Christians Vorstellungen modern gestaltet und gleichzeitig wurde der Charakter des Fachwerkhauses erhalten.

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2009

Am 17.05.2009 wurde der 14. Grand Prix ebenfalls im Sofitel München verliehen: Bei seiner zweiten Teilnahme am begehrten Award in der Tagungsbranche, konnte sich das SeminarZentrum in der Kategorie C „reine Tagungsstätte“ auf Platz 4 verbessern!

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2010

Beim 15. Grand Prix am 06.02.2010 in Stuttgart wurde das SeminarZentrum zur Zweitbesten Tagungsstätte Deutschlands 2010/2011 ausgezeichnet.

Das Comeback des Jahres fweierte Christian Baggeler mit der Neueröffnung seines Restaurants Im Höfchen am 15.05.2010. Nach 11 Jahren führt er damit die familiäre Tradition erfolgreich mit kölschen Humor und auf seine eigene Art fort.

Gefeiert wurde in diesem Jahr auch das zweijährige Jubiläum des Cafés im Juli und im August das dreijährige vom SeminarZentrum Gut Keuchhof.

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2011

Das Café Gut Keuchhof von Christian feierte seinen dritten Geburtstag und das Restaurant Im Höfchen seinen Ersten!

Am 26.05.2011 erfüllte sich für Sandra Baggeler ein langersehnter Herzenswunsch mit dem Kauf des SeminarZentrums. Gleichzeitig wurde ihr Buch „AugenBlicke“ veröffentlicht: Lyrische Texte und Fotos aus dem ersten Jahrzehnt des neuen Jahrtausends.

Am 28.05.2011 platzierte sich im Münchener Leonardo Royal Hotel das SeminarZentrum erneut unter den TOP 5 der besten Tagungsstätten zum Wohlfühlen. Die vierte Teilnahme des SeminarZentrums beim 16. Grand Prix brachte den vierten Platz. Damit unterstrich das SeminarZentrum einmal mehr, dass es sich unter den TOP 5 Deutschlandweit etabliert hat.

Alle guten Dinge sind drei: vierter Geburtstag SeminarZentrum. Seit Eröffnung 2007 begrüßte das SeminarZentrum 84.732 Gäste.

Im Oktober 2011 ließ sich Sandra Baggeler zum QualitätsCoach ausbilden. Erklärtes TeamZiel ist die Stufe 1 des Qualitätssiegels „Q“ innerhalb der Kooperation "ServiceQualität Deutschland".

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2012

11.02.2012 wurde das SeminarZentrum Gut Keuchhof vom Freizeit-Verlag Landsberg zur besten Tagungsstätte Deutschlands ausgezeichnet.
Der 17.Award war bereits die fünfte Teilnahme des SeminarZentrums. Der Verlag veröffentlichte dazu folgendes Statement:
„Die Sieger der Kategorie C – reine Tagungsstätte“ Das von Sandra Baggeler mit viel Enthusiasmus geführte SeminarZentrum Gut Keuchhof in ruhiger Lage vor den Toren Kölns hat ohne Frage etwas Pionierhaftes an sich. Das harmonische Zusammenspiel der einzelnen Betriebsgemeinschaften von exzellentem Tagen, Essen und Wohnen im ungewöhnlichen Ambiente des Vierkantgehöfts sucht in der Branche sicherlich seinesgleichen. Geschäftsführerin Sandra Baggeler und ihr Team freuten sich frenetisch über den ersten Platz in der Kategorie der „reinen Tagungsstätten“.

Um der großen Nachfrage der Gäste gerecht zu werden, entschied Christian Baggeler Ende April den Cafébetrieb einzustellen. Das Fachwerkhaus ergänzt seitdem als Eventhaus das Restaurant Im Höfchen. KüchenParties und Familienfeste aller Art finden hier den richtigen Raum und Rahmen.

Sandra Baggeler gründete im Juli 2012 ihren „wortMoment-Verlag“ und veröffentlichte im September ihr zweites Buch „Magische AugenBlicke“ – lyrische Texte und Fotos.

Das Restaurant Im Höfchen feierte seinen zweiten Geburtstag und das SeminarZentrum seinen fünften.

Am 24.11.2012 feierten beim „Winners-Brunch“ Gäste, Trainer, Familie und Freude den erreichten ersten Platz des SeminarZentrums Gut Keuchhof.

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2013

Die Frühstücks-Brettchen-Kollektion des wortMoments-Verlags von Sandra Baggeler wurde von der Redaktion der Zeitschrift "happinez" in der Ausgabe 3/13 empfohlen! Im Frühjahr brachte der wortMoment-Verlag Umhängetaschen mit unterschiedlichen Motiven wie den „Dom to go“ und „Sunny“ in zwei verschiedenen Größen heraus.

Das SeminarZentrum wurde am 29.04.2013 zum zweiten Mal hintereinander auf Platz 1 der Tagungsstätten zum Wohlfühlen gewählt. Die Verleihung vom Freizeit-Verlag Landsberg fand dieses Jahr im Europapark Rust statt. Sandra Baggeler wurde von Kahla/Thüringen Porzellan mit einem Einkaufsgutschein von 1000,- € überrascht und freute sich riesig.

Im Sommer 2013 bezog die Steuerkanzlei Surberg/Koschel/Schumacher ihre neuen Büroräume im zweiten und dritten Obergeschoss der Braugasse 12.

Christian Baggeler feierte mit seinem „Höfchen“ das 3-jährige Jubiläum!

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2014

Beim 19. Grand-Prix der Tagungshotellerie, organisiert vom Freizeit-Verlag Landsberg, wurden am 1. Februar 2014 im DORMERO Hotel Stuttgart die heiß begehrten Trophäen überreicht. Das SeminarZentrum Gut Keuchhof wurde zum dritten Mal in Folge auf Platz 1 in der Kategorie C "reine Tagungsstätte" gewählt und schaffte somit das 'Triple'!
Zudem wurden Sandra Baggeler und ihr Team mit einem Weiterbildungsgutschein der IFH im Wert von 5.529,– € überrascht.

Nur zwei Wochen später erhielt das SeminarZentrum Gut Keuchhof eine weitere großartige Auszeichnung: Der BDVT e.V., der älteste und größte Berufsverband im deutschsprachigen Raum für Trainer, Berater und Coaches, zeichnete das SeminarZentrum Gut Keuchhof als „Empfohlenes Seminar-Hotel“ aus.

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